Der Begriff "Vergleichsspannung" stammt aus der Festigkeitslehre, einem Bereich der  Technischen Mechanik.

Dabei handelt es sich um die Umrechnung eines  räumlichen, mehrachsigen  Belastungszustandes (Spannungsvektor), der durch 6 unabhängige Spannungskomponenten ( 3 Normal- und 3 Schubspannungen) beschrieben wird, in eine fiktive einachsige Spannung, der sog. Vergleichsspannung.

Dieser so ermittelte Wert kann dann mit  werkstoffspezifischen Größen, wie etwa der Streckgrenze (oder Fließgrenze),  der Zugfestigkeit o.ä., die  etwa  bei einem einachsigen Zugversuch ermittelt wurden, verglichen werden.

Die Umrechnung erfolgt unter Anwendung mathematischer Kriterien, deren Ziel es ist, basierend auf einer Hypothese eine Gleichwertigkeit der Materialbeanspruchung zwischen dem komplexen, räumlichen Belastungsfall und einem deutlich weniger komplexen , dafür leicht reproduzierbaren und vor allem messbaren Versuchsablauf herzustellen.Simulation Standard

Simulation stellt zwei Vergleichsspannungstypen zur Auswertung bereit:

  • von Mises, der die sog. Gestaltänderungshypothese zugrunde liegt
  • Tresca ( bei Simulation Spannungsintensität genannt)